Heute geht es um Energie. Hier beim kleinen FreiTAG fließt die meistens ganz mühelos und entspannt. Aber was, wenn die Speicher mal leer sind? Hier ein paar Tipps zum Auftanken.
Viel Spaß beim Lesen wünscht
Deine Anping Richter Chefreporterin |
Dienstag war ich am Hafen. Einmal über den Deich und im Sonnenuntergang ein Foto von einem dicken Pott machen. Klingt nach einem netten Job, oder? Aber das Schiff kam und kam nicht. Seit wir beim TAGEBLATT nicht mehr selbst drucken, müssen Foto und Text spätestens um 19.50 Uhr fertig sein. Um 19.10 Uhr war die Energos Force, das schwimmende LNG-Terminal, immer noch viel zu weit weg für ein gutes Foto.
Die ganze Zeitung ist fertig - außer einer Lücke, die auf das Schiffsbild wartet. Stress pur. Zum Glück warte ich neben dem netten Fotografen Daniel Reinhardt von Deutschlands größter Nachrichtenagentur dpa, dessen Riesen-Objektiv das Schiff schon viel früher gut im Fokus hat als meins. „Soll ich einfach jetzt schon ein Bild losschicken?“, fragt er und rennt zum Auto, um sein Laptop zu holen. Danke, Daniel! In der Redaktion hat sich ein Kollege das Foto dann schon von dpa besorgt und auf die Seite gebaut, während ich in die Redaktion düste, um den Text fertig zu machen. Den größten Teil hatte ich vorher geschrieben. Es ging nämlich um die unrühmliche Vorgeschichte der Rückkehr der Energos Force nach Stade. |
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Die Energos Force, das schwimmende LNG-Terminal, ist nach Stade zurückgekehrt. Foto: Daniel Reinhardt/dpa |
| Die letzten Tage waren sowieso etwas stressig. Kommunalwahl - das bedeutet bei einem Lokalmedium immer Großeinsatz. Ich war am Wahlsonntag bis Mitternacht im Einsatz, ein paar von uns auch bis ein Uhr morgens. Montag ging es morgens gleich weiter mit Ergebnissen, Analysen und Kommentaren. Dienstag hat Grit dann gesagt: „Irgendwie fühle ich mich heute leer.“ Ging mir genauso. Für meinen persönlichen Energiespeicher gilt, was die Bundesnetzagentur über Deutschlands Gasspeicher sagt: niedriger Füllstand. Nur hilft bei mir keine LNG-Lieferung. |
Zum Auftanken habe ich etwas gemacht, das mich dem stressigen Alltag entrückt: lesen. „Iron Widow“, ein New-York-Times-Bestseller, lehnt sich an die wahre Geschichte der Konkubine Wu Zetian an. Im 7. Jahrhundert schaffte sie es tatsächlich, Kaiser - nicht Kaiserin - von China zu werden. Der Science-Fiction-Roman verlegt das in ein Paralleluniversum, in dem Piloten um das Überleben der Menschheit kämpfen, mit Riesen-Robotern, die sie nur mit der Energie ihres Geistes antreiben. Die Konkubine Wu Zetian hat davon unfassbar viel.
Diese Lektüre hat mich in meine Träume begleitet und meine Akkus aufgeladen. Vielleicht ist das ja ein Trend? Tim hatte im letzten Newsletter gefragt: „Wer liest eigentlich noch?“ Das Feedback hat uns umgehauen. Die vielfältigen, spannenden Lesetipps habe ich in einem Google-Dokument gesammelt. Mein Tipp ist jetzt auch dabei. Wenn du möchtest, kannst du Anmerkungen hinzufügen oder noch mehr Bücher empfehlen. Hier findest du unsere Buchtipp-Sammlung. Sie bleibt online für alle einsehbar und kann jederzeit bearbeitet werden.
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| „Wechseljahre“ heißt der Infoabend in Jork für Frauen UND Männer, für den dieses Bild wirbt. |
So, wie die Lage gerade ist, hat eine Mail, die vor ein paar Tagen in meinem Postfach landete, mich direkt angesprochen: „Schlecht geschlafen, die Energie fehlt und die Stimmung fährt plötzlich Achterbahn?“, fragt die Jorker Gleichstellungsbeauftragte Sinur Aziz. Es geht um ein Thema, das lange tabu war, jetzt aber ganz vorne ist: Wechseljahre.
Das ist kein reines Frauenthema. Deshalb gestalten zwei Referenten, Marie und Björn, den Infoabend dazu auf humorvolle Weise. Sie wollen mit Mythen aufräumen und handfeste Lösungen bieten. Wann beginnen die Wechseljahre wirklich? Welche Rolle spielen das Nervensystem und das Stresshormon Cortisol? Frauen soll der Abend einen praktischen Werkzeugkasten für mehr Gelassenheit und Energie im Alltag geben, Männern einen humorvollen, aber fundierten Einblick in die Biologie der Frau - damit sie Signale richtig deuten und Partnerin oder Kollegin optimal unterstützen können. Der Infoabend findet am Freitag, 25. September, von 18 bis 20 Uhr in der Rathausdiele Jork statt. Eintritt frei. Da die Plätze begrenzt sind, wird um Anmeldung per E-Mail unter gleichstellung@jork.de gebeten. |
„Open Ship“ heißt es im Stader Hafen am Samstag unter anderem auf der Wilhelmine von Stade. Foto: Stade Marketing und Tourismus |
Bei meinem Termin im Industriehafen habe ich das verpasst, worauf ich mich am meisten gefreut hatte: mir das LNG-Schiff endlich mal aus der Nähe anzusehen. Mögt ihr Schiffe und alles drum herum auch so gerne? Beim Hafenfest in Stade am Samstag, 19. September, von 10 bis 16 Uhr heißt es „Open Ship“. Mit dabei: - der Bugsierdienst von Ahn mit mehreren Schiffen
- das Jugend-Segelschiff Wilhelmine von Stade
- der historische Giekewer Frieda
- die historische Greundiek
Außerdem feiert die DLRG Stade 100-jähriges Bestehen, es gibt einen Tauchcontainer, einen Pumpenparcours des THW zum Mitmachen, und der SUP-Club Stade bietet geführte Touren auf dem Wasser an. Alles ganz entspannt und stressfrei!
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Meine Tipps fürs Wochenende |
- Samstag, 19. September, 20 Uhr: Theaterpremiere in Buxtehude. Haye Graf spielt in dieser Eigenproduktion des Theaters im Hinterhof das Solo-Stück „Das letzte Band“ von Samuel Beckett. Karten und Info
- Samstag, 19. September, 15 Uhr: Beim Herbstmarkt in Estebrügge startet der traditionelle Lauf um die Brücken für Kita-Kinder um 15 Uhr, für Grundschüler um 16 Uhr und für jedermann um 17 Uhr. Abends feiert das Dorf bei Cocktails, Flammkuchen und mit DJ Claus.
- Sonntag, 20. September, 14 Uhr: Der Estebrügger Herbstmarkt geht weiter - mit Flohmarkt, Livemusik, Kaffe und Kuchen.
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